Liebe Leserin, lieber Leser,

Mathias Speich hat am 01.08.2016 die fachliche Geschäftsführung der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e.V. (LSSH) in Kronshagen übernommen.

Mathias Speich

Herr Speich, Master of Public Health, Dipl.-Sozialpädagoge, ist mittlerweile seit über 15 Jahren in der Suchtarbeit auf regionaler und überregionaler Ebene tätig. Nach langjähriger Arbeit auch an der Basis der Suchthilfe und Suchtprävention, unterstütze er seit 2011 die LwL-Koordinationsstelle Sucht mit den Schwerpunkten Grundsatzangelegenheiten des Suchthilfesystems und die Übergänge in angrenzende Fachgebiete (Gesundheit, Soziale Arbeit, Verwaltung und Politik). Ferner ist Herr Speich Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe (DG SAS) und erarbeitete mit dieser das aktuelle „Kompetenzprofil der sozialen Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention“, welches durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert wurde.

 Herr Speich freut sich, zukünftig seine Kenntnisse in die LSSH einbringen zu können und gemeinsam mit dem Team der LSSH und der Suchthilfe in Schleswig –Holstein die vielen neuen Aufgaben und Herausforderungen in der Suchthilfe bewältigen zu können.

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir haben den Jahresbericht 2015 veröffentlicht. Das Jahr 2015 war turbulent und geprägt von vielen Wechseln, so dass eine Lektüre des Jahresberichts sicher interessant ist.

Den Jahresbericht 2015 können Sie hier lesen!

17. Suchtselbsthilfetag im Landeshaus in Kiel

Am 09. und 10. Juni 2016 fand der 17. Suchtselbsthilfetag im Landeshaus in Kiel statt.

Unter dem Motto der Kampagne „Wir für alle“ nutzten die Verbände der Suchtselbsthilfe Schleswig-Holstein die Gelegenheit sich beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung und der Landesregierung für die jahrelange Unterstützung ihres ehrenamtlichen Engagements zu bedanken.

Die Begrüßung erfolgte durch Bernd Heinemann, stellvertretender Landtagspräsident, das Grußwort hielt Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein.

Abgerundet wurde das Rahmenprogramm durch einen Fachvortrag zum Thema „Enttabuisierung des Themas Sucht in der Gesellschaft“ von Prof. Dr. Regina Kostrzewa von der Medical School Hamburg.

Ein weiteres Highlight war die Überreichung des Guttempler-Preises an Bernd Heinemann als Dank für sein Engagement in der Sucht- und  Suchtselbsthilfe.

Ein paar Impressionen des Suchtselbsthilfetags finden Sie hier.

Liebe Leserin, lieber Leser,

passend zur aktuellen Entwicklung im Land widmen wir uns mit dieser Frühjahrsausgabe des InfoDienstes Sucht dem Thema „kultursensible Arbeit in der Suchthilfe“.Darin werfen wir ein Schlaglicht auf die demographischen Trends, die sich aus den veränderten Zahlen von Asylsuchenden ergeben und wie sich die Bevölkerungszahlen mit besonderem Fokus auf die Zahlen in der Suchtkrankenhilfe verschieben bzw. verschieben werden. In dem aktuellen Arbeits- und Erfahrungsbericht über die Arbeit in Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge zum Thema, „Kindeswohlgefährdung“ von Hinnerk Frahm wird deutlich, an welche Grenzen Helferinnen und Helfer bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit stoßen. Ein weiterer Hinweis von Lisa Wilke zeigt ein praktisches Beispiel aus der Suchtselbsthilfe auf. Abschließend stellt Prof. Regina Kostrzewa im dem Artikel „Jung, ausländisch, traumatisiert – suchtgefährdet?“  transkulturelle Lösungsansätze in der Suchtarbeit als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe dar.

Die Gesamtausgabe können Sie hier lesen!

Die Fortbildung zur Suchtpräventionskraft ist ein aufeinander aufbauendes Seminarkonzept, welches die Auseinandersetzung mit allen wichtigen Aspekten des Suchtphänomens unter dem besonderen Blickwinkel der Suchtvorbeugung fokussiert. Unter dem Motto „Sucht Begierde Leidenschaft“ erfüllt das in Schleswig-Holstein einmalige und qualitätsgesicherte Konzept bereits seit über 20 Jahren das Ziel, Wissen und Methoden für suchtpräventives Arbeiten zu vermitteln und so Handlungsmöglichkeiten für den speziellen beruflichen Alltag zu entwickeln. Ganz unabhängig von Ihrer Vorbildung schafft die Fortbildung für alle die notwendigen Grundlagen und sichert in vier mal jährlich inhaltlich wechselnden Fachseminaren die aktuelle und lebensnahe Diskussion in der Suchtprävention.

Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie hier.

 

Wir freuen uns, Ihnen auf diesem Weg die Homepage der „Wir für alle“ Kampagne der Suchtselbsthilfeverbände in Schleswig-Holstein vorstellen zu können.

Die Kampagne wurde im letzten Jahr in Kooperation mit der LSSH und den Suchtselbsthilfeverbänden entwickelt und verfolgt unter anderem das Ziel auf die gesellschaftlich wichtige Arbeit der Suchtselbsthilfegruppen aufmerksam zu machen. „Wir für alle“ steht gleichbedeutend dafür, was die Suchtselbsthilfe leistet. Sie setzt sich für Menschen in allen Lebenslagen ein, die sich mit dem Thema Sucht konfrontiert sehen. In der Suchtselbsthilfe finden sich geeignete Ansprechpartner auf Augenhöhe, sie ist unbürokratisch und in Schleswig-Holstein flächendeckend zu finden. Jeder kann kostenlos die Vorteile der Suchtselbsthilfe nutzen, die eindeutig in ihrer menschennahen und positiven Ansprache liegen, aber auch der Hilfe zu einer gesunden und glücklichen Lebensweise beitragen. Darum haben wir auf der Homepage für alle Menschen sichtbar gemacht, was die Suchtselbsthilfe leistet und wo Ansprechpartner zu finden sind.

Machen Sie sich einen Überblick und werden vertraut mit der Suchtselbsthilfe in Schleswig-Holstein.
Klicken Sie hier um zur neuen Website zu kommen!

Die Kampagne wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein.

 

Aktuell wird das Thema Cannabis im Bundesgebiet stark diskutiert. Insbesondere ein Vorschlag der GRÜNEN, Cannabis unter bestimmten Bedingungen in Deutschland zu erlauben, stößt auf sehr geteilte Meinungen. Argumentativ tauchen bei den Befürwortern dabei häufig Beispiele aus anderen Ländern (z.B. Spanien, Niederlande, USA) auf, in denen der Umgang mit dem Suchtmittel z.T. legal ist und streng geregelt wird. In den Niederlanden ist beispielsweise der Verkauf und Besitz von Cannabis grundsätzlich verboten, seit 1976 wird er jedoch toleriert und damit nicht strafrechtlich verfolgt. Damit soll eine Trennung in „weiche” und „harte” Drogen erfolgen. Nur in den streng kontrollierten Coffeshops des Landes kann damit derzeitig bis zu fünf Gramm Cannabis von Niederländern ab einem Alter von 18 Jahren erworben und konsumiert werden.

In Deutschland hingegen ist Cannabis illegal. Es ist jedoch möglich, dass eine geringe Menge der Droge (Eigenbedarfsgrenze) unter bestimmten Voraussetzungen straffrei bleiben kann. Diese Eigenbedarfsgrenze ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und gilt als fakultative Angabe. Da der Cannabiskonsum bei Kindern und Jugendlichen in bedenklicher Weise angestiegen und das Einstiegsalter kontinuierlich abgesunken ist, besteht allerdings dringend Handlungsbedarf. Sollte also eine Entkriminalisierung oder Legalisierung von Cannabis erfolgen, so sollten hier ähnlich strenge Beschränkungen wie z.B. bei Tabak vorherrschen, da die Entwicklung junger Menschen sonst erheblich negativ beeinflusst werden könnte.

Die gesamte Stellungnahme können Sie hier einsehen.

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor gut fünf Jahren war das Schwerpunktthema des InfoDienstes Sucht I-2010 ebenfalls „Suchtselbsthilfe in Schleswig-Holstein“. Damals „meine“ erste Ausgabe des InfoDienstes Sucht (noch in Papierversion) als Geschäftsführerin der Landesstelle – heute meine letzte Ausgabe ebenfalls zu diesem Thema – so schließt sich der Kreis! Schon zum damaligen Zeitpunkt wollte ich „gleich ein Signal setzen und deutlich machen, dass uns (als LSSH) die Unterstützung der Selbsthilfe ein besonderes Anliegen ist“.  Das außerordentliche Engagement der Selbsthilfe für die suchtkranken Menschen in Schleswig-Holstein ist seitdem stetig gewachsen, während die Fördermittel insbesondere durch das „Wegbrechen“ der DRV Nord Mittel rapide gesunken sind. Hingegen hat das Land Schleswig-Holstein durch die Unterstützung der gemeinsam gestalteten Kampagne „Wir für alle“ „Flagge für die Selbsthilfe gezeigt“.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

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